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21. August 2012; Kai Klemich

Die Batterie des Flying Laptop besteht aus kommerziellen Lithiumeisenphosphat-Akkus und soll den Satelliten während der Schattenzeiten mit Strom versorgen. Die Batterie besteht aus drei Strings, in denen Blöcke von jeweils vier oder fünf der Batteriezellen parallel geschaltet sind, um die nötige Kapazität zu erreichen, und jeweils sieben von diesen Blöcken in Reihe geschaltet sind, um auf die nötige Spannung zu kommen. Jeder Batteriestring wird von einem der drei Solarpaneele geladen.

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Ein erster Testaufbau eines solchen Strings ist nun fertig gestellt worden (siehe Bild). Der Teststring wurde gebaut, um zu überprüfen, ob das Fertigungsverfahren für den String so funktioniert wie gedacht und welche Probleme dabei auftreten. Darüber hinaus kann damit zum ersten Mal das Verhalten eines solchen Strings, wie er später auch aufgebaut sein wird, überprüft werden. Dies ist für die nächsten Wochen geplant.

Um einen solchen String aufzubauen, werden die Zellen zunächst gereinigt und auf den gleichen Ladezustand und die gleiche Spannung gebracht. Daraufhin können sie zusammengeschaltet werden. Dazu wird vernickeltes Stahlband, das als elektrische Verbindung zwischen den Zellen dient, an die Kontakte der Zellen punktgeschweißt. Beim Punktschweißen werden zwei Kupferelektroden auf das Stahlband gepresst, zwischen denen eine Spannung von 8V anliegt. Durch den geringen Widerstand des Stahlbandes und des Batteriekontakts fließt dabei ein so hoher Strom, dass das Stahlband mit der Batteriezelle an zwei Punkten verschweißt wird. Nachdem auf diese Weise der komplette String aufgebaut ist, werden Kabel zum Laden und Entladen an das Stahlband angelötet. Beide Seiten des Strings werden daraufhin mit Epoxidharz in einen Aluminiumrahmen vergossen. Dabei wird Kaptonklebeband verwendet, um die Rahmen von einer Seite abzudichten; dies hat die braune Farbe, die man auf dem Bild sieht.