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23. Januar 2012; Michael Lengowski

Wie in Satellitenprojekten üblich, so müssen die einzelnen Komponenten der Flying Laptop vor dem Start einige Tests über sich ergehen lassen. Diese sollen sicherstellen, dass sie während des Transports ins All an Bord der Trägerrakete keine Beschädigungen davontragen und nach dem Absetzen des Satelliten auf seiner Umlaufbahn voll funktionstüchtig sind.

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An Bord der Trägerrakete treten während des Starts Vibrationen und Schwingungen auf, die gegebenenfalls Teile der Satellitenstruktur oder in ihr verbauten Komponenten beschädigen können. Um dies im Vorfeld auszuschließen, sind vor kurzem die ersten Shakertests durchgeführt worden. Mit ihnen wird getestet, ob die Komponenten den Belastungen während des Starts gewachsen ist.
Da die auftretenden dynamischen Lasten an Bord der indischen PSLV-Rakete bekannt sind, werden sämtliche Komponenten im Vorfeld genau diesen Belastungen auf einem Shaker unterzogen. Anschließend werden die getesteten Teile auf Beschädigungen überprüft und Funktionstests unterzogen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der empfindlichen Elektronik und den Objektiven.


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Die zu prüfenden Komponenten werden für die Tests auf eine Platte montiert, welche fest mit dem Shaker verbunden ist. Dieser wird dann in Schwingung versetzt, die genau den geforderten Frequenzen entspricht, die getestet werden müssen. Auch die Intensität der Belastungen (g-Belastung) kann eingestellt werden. Das Prinzip der Schwingungsanregung ist elektromagnetisch, ähnlich wie bei einer Lautsprechermembran.
Die ersten Tests verliefen erfolgreich. Es wurden keine mechanischen Schäden festgestellt und die anschließenden Funktionstests verliefen einwandfrei.