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Der Laborsatellit ILSE war der erste Schritt zum Kleinsatellitenprogramm an der Universität Stuttgart. Die ersten Bauteile wurden von drei Absolventen der Universität entworfen. Daraus resultierte der würfelförmige Laborsatellit, genannt ILSE, der mit seiner Kantenlänge von 50 cm für Testzwecke entworfen und gebaut wurde. ILSE ist ein voll funktionsfähiges Modell mit ähnlichen Funktionen wie die jetzigen und kommenden Satellitenprojekte des Stuttgarter Kleinsatellitenprogramms. Um eine Entwicklungszeit von weniger als einem Jahr einzuhalten, war es nötig hauptsächlich serienmäßig produzierte Komponenten (z.B. nicht raumfahrtqualifizierte Bauteile) zu nutzen. Da das Labormodel voll autonom und ohne externe Verbindung funktionieren sollte, war es nötig ILSE mit einer Energiequelle auszurüsten. Diese Energiequelle besteht aus drei Solarpaneln von denen zwei ausklappbar sind. Desweiteren ist das Modell mit drei Videokameras im sichtbaren, nah- und ferninfraroten Bereich ausgestattet. Für hochauflösende Erdbeobachtungen wurde eine digitale CCD Kamera eingebaut. ILSE wird durch ihren Bordrechner überwacht und kommuniziert mit der Bodenstation über Telemetrie und Telekommando Funkverbindung. Für Bildsequenzen wird eine analoge Funkverbindung mit hoher Bandbreite genutzt. Um Zielerfassung und Lagebewegungen zu simulieren, ist es ILSE möglich, sich komplett um ihre Azimuthachse und um bis zu ±30° um ihre Elevationsachse zu drehen. Der voll funktionstüchtige Laborsatellit ILSE wurde im September 2003 fertiggestellt und wurde während des 54. IAF Kongresses in Bremen vorgestellt. |
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