Kleinsatellitenprogramm Stuttgart

Das Stuttgarter Kleinsatellitenprogramm wurde 2002 am Institut für Raumfahrtsysteme initiiert. Um die Entwicklung von Satelliten trotz hoher Kosten für Transporte in den Erdorbit zu gewährleisten, wählte man den Weg der Miniaturisierung und der Nutzung neuer Raumfahrttechnologien.

Das erste Projekt des Stuttgarter Kleinsatellitenprogramms ist der Flying Laptop. Dieser soll im niederen Erdorbit zur Bewertung neuer Technologien und nicht-raumfahrtqualifizierten Bauteilen dienen. Die beim Flying Laptop gewonnenen Erkenntnisse sollen bei seinen Nachfolgern "Perseus" und "Lunar Mission BW1" genutzt werden.

Das Projekt Perseus wird, ebenso wie sein Vorgänger, neue Technologien erproben zu denen auch die Qualifikation der im Institut entwickelten elektrischen Antriebe für das nachfolgende Projekt Lunar Mission BW 1 gehört. Zusätzlich wird Perseus in seiner Wissenschaftsphase für UV-Astronomie genutzt werden.

Lunar Mission BW 1 ist das finale und zugleich ehrgeizigste Projekt des Stuttgarter Kleinsatellitenprogramms. Ziel ist es, mit einem Satelliten mit einer ungefähren Masse von 200 kg in den Mondorbit zu gelangen, um dort wissentschaftliche Experimente durchzuführen. Dieses Ziel kann nur unter Einsatz elektrischer Antrieben erreicht werden, die sich im Gegensatz zu chemischen Antrieben durch ihren hohen spezifischen Impuls auszeichnen und dadurch eine geringe Masse des Antriebssystems erlauben.